Paepke, Gustav: Unterschied zwischen den Versionen

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'''Paepke, Gustav''', Orchesterleiter und Komponist, * 7.6.1853 Crivitz/Mecklenburg, † 23.8.1933 Bad Reichenhall
'''Paepke, Gustav''', Orchesterleiter und Komponist, * 7.6.1853 Crivitz/Mecklenburg, † 23.8.1933 Bad Reichenhall
Der 1853 im mecklenburgischen Crivitz geborene Gustav Paepke erlernte schon früh das Geigenspiel, sodass er bereits im Alter von fünf Jahren als „Wunderkind“ konzertierte. Nach einem Studium an den  Konservatorien in Leipzig und Berlin, wo auch Joseph Joachim, einer der weltweit bekanntesten Geiger, zu seinen Lehrern zählte, begann P. an der Schweriner Hofkapelle als erster Geiger seine berufliche Laufbahn.
Ab 1879 übernahm P. während der Sommermonate die Leitung des Reichenhaller Kurorchesters. Schon bald im Rang eines „Königlich bayerischen Musikdirektors“ setzte er sich für die Vergrößerung dieses Orchesters ein, das im Jahr 1905 immerhin aus 44 Musikern bestand. Mit den von ihm mit den Gesten eines „Maestros“ dirigierten Konzerten gewann P. gerade in den Jahren vor dem Ersten Weltkrieg eine große Zuhörerschaft; zudem flossen aus seiner Feder zahlreiche Kompositionen: gefällige Kurmusik, Sinfonien und Kammermusik. Viele seiner Werke gehören noch heute zum Repertoire der „Bad Reichenhaller Philharmoniker“.
Einen gewaltigen Einschnitt für Paepkes Konzerttätigkeit  brachte im Jahr 1914 der Ausbruch des Ersten Weltkriegs. Zwar konnte er während der Kriegsjahre weiterhin auftreten, allerdings nur mit einem wesentlich verkleinerten Klangkörper. Im Jahre 1922 endete schließlich nach 43 Jahren die „Ära Paepke“, als ein auswärtiges Orchester, das „Philharmonische Orchester der Pfalz“, durch das Reichenhaller Badkommissariat für die sommerliche Kursaison verpflichtet wurde.


== Literatur ==
== Literatur ==

Aktuelle Version vom 30. Juni 2026, 18:55 Uhr

Paepke, Gustav, Orchesterleiter und Komponist, * 7.6.1853 Crivitz/Mecklenburg, † 23.8.1933 Bad Reichenhall

Der 1853 im mecklenburgischen Crivitz geborene Gustav Paepke erlernte schon früh das Geigenspiel, sodass er bereits im Alter von fünf Jahren als „Wunderkind“ konzertierte. Nach einem Studium an den  Konservatorien in Leipzig und Berlin, wo auch Joseph Joachim, einer der weltweit bekanntesten Geiger, zu seinen Lehrern zählte, begann P. an der Schweriner Hofkapelle als erster Geiger seine berufliche Laufbahn.

Ab 1879 übernahm P. während der Sommermonate die Leitung des Reichenhaller Kurorchesters. Schon bald im Rang eines „Königlich bayerischen Musikdirektors“ setzte er sich für die Vergrößerung dieses Orchesters ein, das im Jahr 1905 immerhin aus 44 Musikern bestand. Mit den von ihm mit den Gesten eines „Maestros“ dirigierten Konzerten gewann P. gerade in den Jahren vor dem Ersten Weltkrieg eine große Zuhörerschaft; zudem flossen aus seiner Feder zahlreiche Kompositionen: gefällige Kurmusik, Sinfonien und Kammermusik. Viele seiner Werke gehören noch heute zum Repertoire der „Bad Reichenhaller Philharmoniker“.

Einen gewaltigen Einschnitt für Paepkes Konzerttätigkeit  brachte im Jahr 1914 der Ausbruch des Ersten Weltkriegs. Zwar konnte er während der Kriegsjahre weiterhin auftreten, allerdings nur mit einem wesentlich verkleinerten Klangkörper. Im Jahre 1922 endete schließlich nach 43 Jahren die „Ära Paepke“, als ein auswärtiges Orchester, das „Philharmonische Orchester der Pfalz“, durch das Reichenhaller Badkommissariat für die sommerliche Kursaison verpflichtet wurde.

Literatur

Herbert Pfisterer: 125 Jahre Konzertorchestertradition in Bad Reichenhall (1868-1993)

Bearbeitung: Dr. Helga Prosinger